5: Was, wenn Veränderung nicht schwer sein muss?

5: Was, wenn Veränderung nicht schwer sein muss?

In dieser Folge von Ohmazing Inside Out spreche ich mit der Künstlerin und digitalen Nomadin Sylvia Ember über Veränderung, Mut, Selbstfindung und die Frage, was passiert, wenn wir uns trauen, unseren ganz eigenen Weg zu gehen.

 

Alternativ kannst du diese Folge auf youtube, Apple Podcasts, amazon music oder Deezer hören. 

Sylvia nimmt uns mit in ihr aktuelles Leben in Indonesien. Sie pendelt zwischen Jakarta und Sumatra, malt dort ihre neue Bildserie und lernt gleichzeitig Surfen. Für mich verkörpert sie auf ganz besondere Weise das Gefühl, überall auf der Welt zu Hause sein zu können und gleichzeitig immer mehr bei sich selbst anzukommen.

Ein Blinddarmdurchbruch wurde für sie zu einem Wendepunkt. Plötzlich stellte sie sich die Frage, ob sie mit ihrem bisherigen Leben wirklich glücklich gewesen wäre, wenn es vorbei gewesen wäre. 

Wir sprechen darüber, wie schwer es manchmal sein kann, eine alte Identität loszulassen. Sylvia beschreibt diesen Übergang als eine Art Vakuum zwischen einer alten und einer neuen Identität. Gleichzeitig hat sie gelernt, darin nicht nur Angst und Unsicherheit zu sehen, sondern auch die Schönheit des Neuanfangs.

Für mich ist eine ihrer wichtigsten Botschaften: Nicht alles, was einmal richtig war, muss für immer richtig bleiben. Manchmal ist etwas einfach „ausgewachsen“. Dann dürfen wir es in Frieden und Liebe loslassen und uns für etwas Neues öffnen.

Sylvia erlebt diesen Wandel immer wieder. Orte, Menschen, Beziehungen und Lebensphasen kommen und gehen. Sie beschreibt das als einen ständigen „Stirb-und-Werde-Prozess“. Veränderung ist für sie nicht mehr etwas, gegen das sie ankämpft, sondern ein natürlicher Bestandteil ihres Lebens.

Ein besonderer Fokus unseres Gesprächs liegt auf ihrer neuen Bildserie „Dare to Become“ – Trau dich zu werden.Sylvia erzählt, dass sie sich nicht über eine fertige Identität definieren möchte. Für sie bedeutet „to become“, sich immer wieder entwickeln, ausprobieren und neu entdecken zu dürfen.

Wir sprechen außerdem über Freude und darüber, wie wichtig es ist, sich selbst mehr zu erlauben. Sylvia beschreibt, wie sie immer wieder Impulsen folgt und ausprobiert, was passiert, wenn sie einfach Ja sagt. Gleichzeitig geht es ihr nicht darum, permanent glücklich zu sein. Auch die dunklen Gefühle, Unsicherheit und Tiefe gehören für sie zum Leben und zur eigenen Transformation.

Ihre Kunst ist dabei ein wichtiger Ausdruck dieses Prozesses. Ihre Drachen und Einhörner sind für sie nicht einfach nur Motive, sondern Begleiter, die sie durch unterschiedliche Lebensphasen geführt haben. Sie zeigen, wie aus inneren Prozessen etwas Sichtbares entstehen kann.

Sylvia ermutigt deshalb dazu, keine Angst vor der weißen Leinwand zu haben – weder beim Malen noch im Leben. Wir dürfen uns trauen, ins Neue zu springen, ohne das Ergebnis schon zu kennen. Wir dürfen kreativ sein, experimentieren und uns selbst als Gestalter:innen unseres Lebens verstehen.

Am Ende bleibt für mich eine zentrale Frage aus unserem Gespräch: Was, wenn Veränderung gar nicht schwer sein muss?

Vielleicht müssen wir nicht immer wissen, wer wir sind. Vielleicht dürfen wir uns einfach trauen, zu werden.

Website
https://sylviaember.art/

Instagram:
https://www.instagram.com/sylviaember.art

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