6: Florentine Faultier

6: Florentine Faultier

Ich habe in den letzten Monaten gelernt, dass ich nicht immer das Rennpferd sein muss, das von einer Aufgabe zur nächsten galoppiert. Ich darf auch Florentine Faultier sein: langsam, gemütlich, verspielt und einfach mal sein.

Alternativ kannst du diese Folge auf youtube, Apple Podcasts, amazonmusic oder Deezer hören. 

Für mich bedeutet das, nicht jede freie Minute mit To-dos, Handy, Weiterbildung oder Produktivität zu füllen. Ich darf Pause machen, ohne sie mir verdienen zu müssen. Ich darf an die Decke schauen, Musik hören, barfuß durch die Natur laufen, mit Tieren sein, Freunde treffen, lachen, quatschen oder einfach gar nichts tun.

Dabei geht es nicht um Aufschieberitis oder darum, Dinge dauerhaft zu vermeiden. Es geht um bewusste, absichtslose Zeit: Momente, in denen ich vorher nicht weiß, was ich machen werde, sondern einfach spüre, was mir gerade guttut.

Ich möchte dieses Sommerferiengefühl mit in meinen Alltag nehmen – mitten in einem Montag, im Büro oder im November. Weniger „Ich muss“ und viel mehr „Ich darf“. Weniger Funktionieren, mehr Leben. Weniger Rennen, mehr Genießen.

Ich merke immer wieder, wie gut es meinem ganzen System tut, wenn ich bewusst langsamer werde. Wenn ich meine Schultern loslasse, den Kiefer entspanne, tief durchatme und wieder in meinen Körper komme. Die Natur und meine Tiere helfen mir dabei besonders, weil sie mich daran erinnern, dass Leben nicht aus einer endlosen To-do-Liste besteht. Tiere schlafen, wenn sie müde sind, spielen, wenn ihnen danach ist, und genießen einfach den Moment.

Und genau diese Energie möchte ich mir immer wieder erlauben. Kleine Inseln von Sommerferiengefühl mitten im Alltag. Ein paar Minuten ohne Handy, ein Spaziergang ohne Ziel, Musik, die ich wirklich höre, ein spontanes Treffen oder einfach eine Runde Nichtstun. Meine Florentine Faultier darf dabei meine beste Freundin sein und mich liebevoll daran erinnern, dass ich nicht ständig leisten, optimieren und funktionieren muss.

Meine Florentine erinnert mich daran: Ich bin keine To-do-Liste auf zwei Beinen. Ich darf einfach sein.

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