17: Es ist nicht mein Leben

17: Es ist nicht mein Leben

In dieser Folge von „Ohmazing Inside Out“ spreche ich mit Monika – einer Frau, die mich immer wieder mit ihrer Lebensfreude, ihrer Energie und ihrem Strahlen begeistert. Wir kennen uns bereits aus unterschiedlichen Perspektiven: Ich durfte ihre Mentorin sein, gleichzeitig hat sie mich als Hypnosetherapeutin begleitet. Heute erzählt sie ihre ganz persönliche Geschichte und nimmt uns mit auf ihren Weg zu sich selbst.

Alternativ kannst du diese Folge auf youtube, Apple Podcasts, amazon music oder Deezer hören. 

Monika ist 62 Jahre alt, verheiratet, zweifache Oma und seit vielen Jahren selbstständig. Ihr beruflicher Weg begann ursprünglich im kaufmännischen Bereich. Doch schon früh spürte sie, dass da noch etwas anderes in ihr steckt. Sie wollte Menschen glücklich machen, ihnen etwas Gutes tun und sie zum Strahlen bringen. Schon als Kind hatte sie die Vorstellung von einem Zauberstab, mit dem sie Menschen gesund und glücklich machen könnte.

Aus diesem inneren Wunsch heraus absolvierte sie unter anderem Ausbildungen zur Kosmetikerin, im Nageldesign und in verschiedenen Massagetechniken. Sie liebte es, Menschen äußerlich zu verschönern und ihnen mit ihren „goldenen Händen“ etwas Gutes zu tun. Doch irgendwann merkte sie: Das allein reicht ihr nicht. Die Veränderung von außen war oft nur kurzfristig. Sie wollte die Menschen auch von innen erreichen und nachhaltig etwas verändern.

Ein entscheidender Wendepunkt kam während der Corona-Zeit, als sie ihr Studio plötzlich schließen musste und von einem Tag auf den anderen keine Einnahmen mehr hatte. Bis dahin hatte sie sich zwar schon intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt und viele Bücher gelesen, war aber selten wirklich ins Handeln gekommen. In dieser Zeit begann sie, sich intensiver mit Mindset und dem Unterbewusstsein auseinanderzusetzen. Sie erkannte, wie sehr unsere Prägungen und Glaubenssätze unser Leben bestimmen – und dass genau dort die nachhaltige Veränderung beginnen kann.

Auch bei Monika selbst durften alte Glaubenssätze gehen: „Ich bin nicht gut genug“, „Ich bin zu klein“, „Ich darf das nicht“ oder „Das macht eine Frau nicht.“ Besonders Frauen ihrer Generation tragen häufig noch Vorstellungen in sich, nach denen sie sich um Familie und andere kümmern, aber ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen sollen. Monika möchte genau diese Frauen stärken: Frauen, die alles haben und trotzdem spüren, dass es nicht ihr eigenes Leben ist.

Heute verbindet Monika ihre langjährige Erfahrung aus Kosmetik und Massage mit Mindset-Arbeit, Energiearbeit und Hypnose. Und das Bemerkenswerte: Selbst mit über 60 hat sie noch eine Hypnoseausbildung begonnen. Für mich ist das ein wunderbares Beispiel dafür, dass Entwicklung kein Alter kennt und wir niemals „fertig“ sein müssen.

Ihre Kundinnen kommen mit Themen wie Überforderung, fehlender Selbstfürsorge, mangelnder Entscheidungsfähigkeit und Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen und Nein zu sagen. Monika begleitet sie individuell dort, wo sie gerade stehen, und unterstützt sie dabei, sich selbst wieder zu erlauben, ihr eigenes Leben zu wählen.

Für mich ist Monikas Geschichte eine wunderschöne Erinnerung daran, dass unsere vermeintlichen Schwächen oft genau unsere größten Stärken sind. Ihr Träumerinnen-Sein, ihr Anderssein und ihr Strahlen wurden früher nicht immer verstanden – heute sind sie Teil ihrer größten Superpower.

Und ihre Botschaft passt perfekt zu meiner Sisterhood: Wir dürfen uns selbst an erste Stelle setzen. Wir dürfen groß denken, uns entwickeln, Grenzen setzen und unseren eigenen Weg gehen – egal, wie alt wir sind. Denn es ist nie zu spät, noch einmal neu loszugehen und sich selbst immer wieder ein Stück mehr zu entdecken.

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